Unsere Projekte



VON UND MIT GROSSEN UND KLEINEN
HELDEN ERZÄHLEN



Ein Projekt von ERZÄHLRAUM e.V. zur Sprach- und
Kommunikationsförderung für Grundschulen in Sachsen



Sprache als Schlüsselkompetenz
Sprachbeherrschung ist eine Schlüsselkompetenz, um aktiv am kulturellen und politischen Leben der Gesellschaft teilnehmen zu können. Durch das Prinzip: Erzählen-Zuhören-Weitererzählen eignen sich die Schüler einen reichen Sprachschatz an. Ihre Phantasie wächst und sie finden mit poetischen Wendungen jenseits der Alltagssprache zum eigenen identitätsstiftenden Erzählen.

Erzählen als Weg zur Kompetenzförderung
Das Erzählen von Geschichten und Märchen aus vielen Kulturkreisen ist ein niedrig-schwelliges Angebot für alle Kinder zur lustvollen Begegnung mit den Kulturen der Welt. Das Erzählen fördert:
• Sprachkompetenz
• Kommunikationskompetenz
• eine aufgeschlossene Haltung gegenüber dem (scheinbar)
Fremden

Freies künstlerisches Erzählen
Beim freien künstlerischen Erzählen wird Inhalt und Sprachgestaltung im direkten, emotionalen Kontakt erlebt. Die ErzählerInnen agieren mit Worten, Stimmführung, Körpersprache und Zuwendung. Beim Nach- und Miterzählen lernen die Schüler, erlebte Gefühle in einen adäquaten stimm- und körpersprachlichen Ausdruck zu bringen.

Mehr Information zur Wirkungsweise des freien
künstlerischen Erzählens finden Sie
hier.

Erzählen als Teil des Deutschunterrichts
Ein/e professionell ausgebildete/r ErzählerIn kommt einmal wöchentlich in den Unterricht und erzählt (auf die jeweilige Situation vor Ort bezogen) in zwei oder drei Klassen einer Altersstufe. Dabei arbeiten ErzählerIn und LehrerIn während der Projektdauer eng zusammen.

Der Weg zu uns
Kontaktieren Sie uns. Wir beantworten gerne alle Ihre Fragen und stellen unsere Arbeit auf Wunsch auch in einer Schnupperstunde vor. Neben dem Erzählen bieten die zertifizierten ErzählerInnen auch Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte vor Ort an.

Teilnehmende Schule 2019:
122. Grundschule "Am Palitzschhof", Dresden
117. Grundschule "Ludwig Reichenbach", Dresden
Grundschule am Auwald, Leipzig
Max-Militzer-Grundschule, Bautzen
Grundschule "An der Sternwarte", Wurzen
Grundschule Zschortau, Rackwitz
Grundschule am Weinberg, Roßwein


Sie brauchen weitere Informationen?
Klicken Sie bitte auf Infobrief.

Der Infobrief besteht aus einem zweiseitigen pdf-Doukument, das Sie sich gern auch herunterladen und ausdrucken können.

Sie sind am Projekt interessiert?
Klicken Sie bitte auf Interessensbekundung.

Wenn Sie die Interessensbekundung herunterladen, dann ist es auch möglich diese digital auszufüllen. Bitte beachten Sie, dass Sie die Datei vorher auf Ihrem Computer unter neuem Namen abspeichern, damit alle ausgefüllten Daten gespeichert werden.

Sie haben weitere Fragen?
Kontaktieren Sie uns hier.

Gerade der ländlichen Raum in Sachsen benötigt angesichts der aktuellen Lage niedrigschwellige Initativen des Neu- bzw. Umdenkens. Hier setzt das Projekt an, um Kinder, fernab von den Städten, in emotional ansprechender Form zu erreichen.

ERZÄHLRAUM steht dem Vorbildprojekt "Erzählzeit" in Berlin sehr nah und identifiziert sich mit dieser Idee.




KuBiK-Programm "Erzählen"


Die Landeshauptstadt Dresden hat 2011 mit dem Förderprogramm KuBiK (Kulturelle Bildung in Kindertages-einrichtungen) ein erfolgreiches Modellprojekt gestartet, das nicht nur vom Freistaat Sachsen gefördert wurde, sondern inzwischen auch überregional Beachtung findet.

Im Rahmen des KuBik-Projektes erzählt Erzählraum e.V. auch in Kindergärten und -krippen. Bei den Kleinen stehen Tiermärchen und Kettenmärchen im Vordergrund. Für die Allerkleinsten wird auf das bildgestützte Erzählen mit dem Kamishibai zurückgegriffen. Doch bereits in diesen Altersklassen lernen die Kinder durch die im Märchen typischen Wiederholungen narrative Muster zu erkennen. Sie üben ihre Konzentration und ihre Vorstellungskraft, ganz zu schweigen von ihrer Sprachkompetenz.


Die Erzählzeit vergeht im Nu.
Durch das Wolkentor gehen die Kinder in ihren Alltag zurück. Ein Stück von dieser wunderbaren Welt nehmen sie mit. Auch ich bin verzaubert.
(Mitarbeiterin Kita-Team "Der kleine Hecht")


Teilnehmende Kitas 2015/16:
Kindertagesstätte Hauptstrasse 26a
Kinderkrippe "Der kleine Hecht" --> Rückblick

Teilnehmende Kitas 2017/18:
Kita Kretschmerstrasse
Kita Paul-Gerhardt-Str. 21
Hort der 59. Grundschule

Teilnehmende Kitas 2019:
Kita "Sonnenkäfer", Liebenauerstrasse

Sie möchten mehr Informationen?
Kontaktieren Sie uns hier.

Das Projekt wird gefördert vom Amt für Kultur
und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.




"DER FLIEGENDE TEPPICH"


Die offene Erzählbühne in Prohlis



DER FLIEGENDE TEPPICH, die offene Erzählbühne in Prohlis, möchte im Rahmen des Kultur- und Kunstprojektes "ZU HAUSE in Prohlis" Nachbarn des Quartiers auf unterhaltsame Art zusammenbringen. Jeder Gast ist willkommen, ganz gleich ob als Zuhörer oder Erzähler. Denn es liegt auf der Hand: Grundfragen der menschlichen Existenz werden in Märchen, Mythen und Sagen in symbolischer Form, einfach erfassbar, für fast jeden zugänglich gestaltet. Ihre universellen, weltumspannenden Wurzeln können Brücken bauen zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller, sozialer, religiöser und altersspezifischer Hintergründe.

Ob in den jeweiligen Geschichten soziale Gräben übersprungen werden, Ermutigung zu neuem Handeln stattfindet, das Böse bestraft oder das Gute belohnt wird - stets gibt das Erzählte durch seine Universalität Stoff zum Zuhören, Staunen und gemeinsamen Austausch.

Im ersten Teil der kostenlosen Veranstaltungen werden die Besucherinnen und Besucher eingeladen, selber auf dem Teppich Platz zu nehmen und eine mitgebrachte traditionelle Geschichte, selbst Erlebtes, ein Gedicht oder einen Witz zu erzählen. Im zweiten Teil erzählt eine professionelle Erzählerin eine (oder mehrere) Geschichte(n) aus dem weltweiten Märchenkanon. Durch ausdrucksstarke, plastische Gestaltung der Worte soll es möglich werden, dass auch Sprachferne oder Schwerhörende dem Erzählfluss folgen können. Bei Kaffee und mitgebrachtem Kuchen kann es im Anschluss an das Zuhören zwanglos plaudernd weiter gehen.

Im Projektzentrum "ZU HAUSE in Prohlis" hob sich der Teppich zum ersten Mal im September 2017 in die Lüfte. Danach ging es im zweiwöchentlichen Rhythmus weiter. Anwohnerinnen und Anwohner waren eingeladen, ihn auch zu sich in die Hausgemeinschaft, in ihren Verein, den Gemeinschaftsgarten, in die Kita, Schule, Jugendzentrum, ins Seniorenheim, ... einzuladen. So konnten alle Prohliser Bürgerinnen und Bürger, speziell Kinder, Familien und Senioren, an den Veranstaltungen teilhaben.


Wie wird sich das Projekt im Jahr 2025 entwickeln?

DER FLIEGENDE TEPPICH möchte stadtweit agieren. Dresdnerinnen und Dresdner verschiedener Stadtviertel, Neuankömmlinge und Alteingesessene, Bekannte und einander Fremde können beim gemeinsamen Erzählen zusammen kommen, sich kennenlern und sich auf unterhaltsame Art über Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens, über Zugehörigkeit, Heimat u.a. austauschen.

Zu den professionellen Erzählern aus der Region gesellen sich zunehmend Amateure aus Dresden und Künstlerinnen und Künstler aus der nationalen und internationalen Szene.




"Erzählen - Ein Schatz für die Zukunft"


Ein mehrsprachiges Erzähl-Projekt zur Begegnung mit der Sprache des Nachbarn im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien



Drei erfahrene Erzählerteams, bestehend aus jeweils zwei professionellen Kulturpädagogen/-pädagoginnen, besuchen je zwei Kindertagesstätten (Kindergärten und Horte) und erzählen gemeinsam mit den Kindern vor Ort abenteuerliche und phantasievolle Geschichten. Das Ganze findet zweisprachig statt, entweder in deutsch- polnischer, deutsch-tschechischer oder deutsch-sorbischer Sprache. Eine Kindertagesstätte bildet dabei mit einem Erzählerteam eine sogenannte Erzählinsel, so dass 2019 insgesamt 6 Erzählinseln im Kulturraum entstehen werden.

Das Projekt, das auch in den vergangenenen 3 Jahren mit Unterstätzung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst umgesetzt werden konnte, verfolgt das Ziel, das Defizit der mündlichen Weitergabe von Erlebnissen, Geschichten, Märchen, Mythen, Erfahrungen und Informationen aufzugreifen und den Kindern im frühen Kindesalter die verschiedenen Techniken des Erzählens altersgerecht zu vermitteln und zu üben. Dabei bezieht das Projekt die Mehrsprachigkeit des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien mit ein und bewirkt, dass Kinder sich schnell und auf spielerische Weise mit der deutschen, polnischen, tschechischen und sorbischen Sprache vertraut machen können. Es ist für Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren geeignet.

Idee und Konzept: Netzwerkstelle Kulturelle Bildung des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien

Ausschreibung und Bewerbungsbogen finden Sie hier




"Die verschwundene und wiedererfundene Bibliothek"


Kreative Geschichten-Erfinde-Werkstatt für Bibliothek
& Grundschule



Das Projekt "Die verschwundene und wiedererfundene Bibliothek" ist ein Pilotprojekt, angeregt und gefördert durch den Kulturraum Leipziger Raum. Ziel ist es, den Bibliotheken ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot an die Hand zu geben, welches durch seinen niedrigschwelligen und emotional beteiligenden Zugang bei Kindern mit verschiedenen Bildungsvoraussetzungen Interesse an Literatur weckt. Durch seine Durchführung in der Bibliothek soll das Projekt ausserdem für eine engere Bindung zwischen Bibliothek und Schule erzeugen.

Entstanden ist ein 5-tägiger Workshop für jeweils eine Schulklasse mit einer oder zwei Workshopleiter*innen, einer/m Klassenlehrer*in und einer/m Bibliothekar*in.

Als Medium wählten die beiden Workshop-Leiterinnen, Maria Carmela Marinelli und Jule Richter, Erzählerinnen von ERZÄHLRAUM e.V., das Geschichtenerzählen, denn es ist eines der unverzichtbaren Handlungs- und Übungsfelder für den Umgang mit Literatur und Sprache.

Jeder Tag der Projektwoche hat einen ähnlichen Verlauf: Nicht nur hören die Kinder 2-3 unbekannte Märchen, sondern sie werden durch unterschiedliche Methoden (zum Beispiel die Rahmengeschichte, ausdrucksstarke Bilder, Geschichtenanfänge, Figuren als Handlungsträger, Märchenbaukasten, Fantastische Landkarten, u.ä.) zum eigenen Geschichten-Erfinden angeregt. Dabei arbeiten die Kinder im gleichen thematischen Feld zusammen, sie regen sich gegenseitig an und helfen einander. Die Bibliothek wird zu einer Werkstatt, die den Kindern Raum, Zeit und Ideen zur Verfügung stellt. Natürlich erzählen sich die Kinder ihre erfundenen Geschichten gegenseitig und halten diese in unterschiedlicher Form fest. So entsteht am Ende jeden Tages ein Buch (Bilderbuch, Geschichtenbuch, Fachbuch wie z. B. ein Atlas mit Fantasielandkarten), welches gemeinsam mit der/dem Bibliothekar*in dem richtigen Standort innerhalb der Bibliothek zugeordnet wird. Die so entstandenen Bücher verbleiben am Ende der Woche als stolzer Beweis für die Autorenschaft der Kinder in der Bibliothek.

Idee und Konzept: Netzwerkstelle Kulturelle Bildung des Kulturraums Leipziger Raum und ERZÄHLRAUM e.V.

Sie möchten "Die verschwundene Bibliothek" auch in Ihrer Einrichtung finden?
Kontaktieren Sie uns hier.